Familien-Freizeit 2026 Kleinwalsertal

Ein Wanderwochenende im Kleinwalsertal

Pünktlich zum Start in den August hieß es für viele Familien des Vereins Anna wieder Rucksack auf und ab in die Natur! Das Ziel war das Marburger Haus im Kleinwalsertal, wo für die circa 50 Teilnehmenden ein gemeinsames Wochenende voller Erlebnisse und Begegnungen auf dem Programm stand.

Seit vielen Jahren ermöglicht der Verein ANNA – Unterstützung krebskranker Kinder e.V. betroffenen Familien sowie Geschwisterkindern diese wertvolle Auszeit vom Alltag. Gegründet wurde der Verein bereits im Jahr 1994. Mit der Eröffnung des vereinseigenen „Anna Hauses“ in Aichtal- Aich im Jahr 2013, wurde zudem ein wichtiger Anlaufpunkt geschaffen, an dem Betroffene Unterstützung, Austausch und neue Kraft finden. Die Angebote reichen von Kunst- und Reittherapie über Trauergruppen bis hin zu spannenden Erlebnistagen.

Zu diesen besonderen Angeboten zählt auch das Wanderwochenende im Kleinwalsertal. Bei der Umsetzung wurde der Verein durch die bewährte Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg unterstützt, welche durch die Zusammenarbeit mit der Professorin Annette Hofmann aus dem Fach Sport besteht. Gemeinsam mit sechs Studierenden der Erlebnispädagogik, größtenteils aus dem Bereich Lehramt Sonderpädagogik, war sie für das Programm der drei Tage zuständig.

Nachdem die Teilnehmenden ihre Zimmer bezogen hatten, wurde der Freitagnachmittag genutzt, um gemeinsam eine erste kleine Wanderung zu machen und die Gegend zu erkunden. Im Anschluss an das Abendessen fand dann die offizielle Begrüßung der nun vollzähligen Gruppe statt. Dabei zeigte sich schnell, dass sich einige Familien bereits von früheren Angeboten kannten, aber zugleich auch neue Gesichter den Kreis erweiterten. Ein von den Studierenden vorbereitetes Kennenlern-Bingo eignete sich daher perfekt, um erste Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit verschiedenen Gesellschaftsspielen und kreativen Bastelangeboten ließ die Gruppe den Abend ausklingen.

Am Samstagmorgen machten sich alle auf, um die Berglandschaft des Kleinwalsertals zu erkunden. Dabei teilten sich die Familien in verschiedene Gruppen auf. Die Eltern wanderten gemeinsam, während die Kinder und Jugendlichen in altersgerechten Kleingruppen mit den Studierenden unterwegs waren. Für die jüngsten TeilnehmerInnen gab es das Angebot, mit der Gondel auf den Berg zu fahren und dort die beeindruckende Landschaft zu entdecken.  Ein kurzer Regenschauer erforderte zwar eine Anpassung der Routen, konnte die Freude an der Bewegung und der gemeinsamen Zeit in der Natur jedoch nicht trüben.

Am Abend war ursprünglich eine Nachtwanderung geplant, welche aufgrund des Wetters leider ausfallen musste. Doch auch das Alternativprogramm sorgte für gute Unterhaltung. Bei einer besonderen Form des Spiels „Stille Post“ traten alle Teilnehmenden in zwei Teams gegeneinander an. Die Aufgabe bestand nicht nur drin, einen Begriff einfach weiterzugeben, sondern zunächst einen unbekannten Gegenstand mit verbundenen Augen zu ertasten und die Vermutung, worum es sich handelt, anschließend der nächsten Person zuzuflüstern. Gegen später verwandelten die Studierenden den Tischkicker-Raum des Hauses in einen spannenden Escape Room, in dem die Familien ihren Teamgeist beim Rätsellösen unter Beweis stellten.

Am Sonntag hieß es nach dem Frühstück bereits die Koffer packen, um zum letzten großen Programmpunkt aufzubrechen. Nach einer kurzen Fahrt mit der Gondel fanden sich alle Familien oben am Berg für ein gemeinsames Foto zusammen. An diesem Punkt teilte sich die Gruppe. Während die Eltern eine letzte Wanderung bei schönem Wetter und toller Aussicht genossen, ging es für die Kinder und Jugendlichen zusammen mit den Studierenden in den Kletterwald. In den Baumwipfeln konnten alle auf unterschiedlich schweren Routen ihren Mut beweisen, Grenzen testen und über sich hinauswachsen.

Die Zeit verging wie im Flug und schon mussten sich alle wieder auf den Weg zurück ins Tal begeben. Eine Murmelbahn entlang der Strecke stellte hierbei für alle eine willkommene Beschäftigung dar. Unten angekommen trafen alle Gruppen wieder aufeinander. Es hieß Abschied nehmen, doch die strahlenden Augen und die neu geknüpften Freundschaften zeigten deutlich, wie viel Spaß und Energie dieses Wochenende allen geschenkt hat.